Das Frühstück im Hotel in Pondicherry war grenzwertig. Der Uralt-Gammeltoaster erwies sich am Buffet als Flaschenhals. Nach dem Frühstück ging es erneut in die Stadt. Dort genoss ein Teil der Gruppe die Aussicht auf den Indischen Ozean mit regionalem Tee. Auf dem Rückweg wurden diverse Einkäufe getätigt: Getränke, Knabbereien, Kokosnüsse von Straßenständen sowie – nach einigem Handeln – die Hupen von zwei Rikschas. Magenmittel wurden in den örtlichen Apotheken gekauft. Hier herrscht das Prinzip der chaotischen Lagerung – nur ohne Rechner, der den Lagerplatz des Medikamentes kennt (Bilder folgen). Mittlerweile hatten wir uns auch einigermaßen an das Prinzip der Verkehrsführung gewöhnt. Die Regel: Es gibt keine Regel! Als Fußgänger ist es erforderlich, sich irgendwie durchzumogeln. Auf der anderen Seite ist es aber auch so, dass die Fahrzeuge nicht mit enormer Geschwindigkeit unterwegs sind. Also: Immer mutig voran! Die Zeit verging wie im Fluge. Wir mussten uns sputen, um rechtzeitig zur Abreise nach Bangalore am Hotel zu erscheinen. Unterwegs boten sich einmalige Eindrücke: Standing Ovations von Schulkindern, die zu Fuß auf dem Heimweg waren und uns Touristen während einer Pinkelpause lächelnd empfingen. Schlaglöcher, die so groß waren, dass eine Rikscha hätte darin verschwinden können. Gingee-Fort, eine rund 2000 Jahre alte, große Tempelanlage, die sich in der Abendsonne in all ihrer Pracht präsentierte. Die letzten 100 Kilometer wurden auf der Autobahn zurückgelegt. Viele Verkehrsteilnehmer fahren ohne Rücklicht, so dass diese in der Dunkelheit nur schwer zu erkennen sind. Selbst auf den „Highways“ läuft der Verkehr abenteuerlich. Gegenverkehr trotz baulicher Trennung oder plötzlich kreuzende Fahrzeuge sind keine Seltenheit. Insgesamt benötigten wir für eine Strecke von etwa 330 Kilometern rund acht Stunden. Kurz vor der Einreise nach Bangalore musste ein Zoll für das Wechseln des Bundesstaates gezahlt werden. Bis alle Formalitäten erledigt waren, verging rund eine dreiviertel Stunde, die wir uns im Bus mit Magendesinfektionmittel versüßten… Morgen folgt die Betriebsbesichtigung bei Bosch India. Hier werden wir die Produktion, die Entwicklung sowie das Ausbildungswesen besichtigen.

Apotheke in Pondicherry

Chaotisches Suchprinzip
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